
Es gibt einen Moment in einer vertrauenswürdigen Begleitung, in dem dein tief verborgenes und verletztes Ich aufhört, sich zu verstecken. Weil es sich sicher genug fühlt, gesehen zu werden.
Genau diesen Moment möchte ich mit meinen KlientInnen erreichen und begleiten. Und ja, dafür müssen wir Widerstände durcharbeiten. Das sind relevante Wendepunkte in der begleitenden Prozessarbeit: Denn wenn ich bleibe, auch wenn unbequeme Widerstände aufkommen, dann vertraut sich mir eine Person an, die vielleicht jede Hoffnung auf eine würdevolle Begleitung aufgegeben hatte. Ist das leicht? Nein. Aber tiefgehende Arbeit ist auch nicht leicht, sonst könnte sie ja auch nicht tief gehen – zumindest nach meinem Verständnis.

Bevor wir gemeinsam tiefer gehen, möchte ich dir etwas erklären, das die Grundlage meiner gesamten Arbeit ist: Schutz- und Abwehrmechanismen sind keine Fehler. Kontrolle, Rationalisierung, Rückzug, das ständige Verfügbar-sein-Wollen, die Anpassung, das Verdrängen dessen, was zu viel war – all das sind hochintelligente Anpassungen eines Systems, das unter realen Bedingungen überleben musste. Ein Kind, das lernt, sich klein zu machen, tut das nicht, weil es schwach ist. Es tut das, weil sein Nervensystem in diesem Moment keine andere Option zur Verfügung hatte.
C. G. Jung würde sagen: Wir entwickeln eine Persona, eine Maske, mit der wir der Welt begegnen können, während das, was nicht hineinpasst, in den Schatten wandert.
Meine Aufgabe ist es, mit dir gemeinsam zu verstehen, wofür sie einmal gut war, damit du selbst entscheiden kannst, wann du sie noch brauchst – und wann nicht.
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Denn so vieles von dem, was und wer wir sind – Visionen, Bedürfnisse, Anteile, das wilde lebendige Selbst – ist nicht verloren. Es wartet. Im hintersten Korridor deiner Seele.
Manchmal nur ein kleines Stückchen tiefer im eigenen Untergrund. Ich begleite dich dorthin.

Wie ich beginne:
Ich beginne mit einer umfassenden Anamnese und einem psychopathologischen Befund. Das tue ich, um verantwortungsbewusst zu arbeiten und zu verstehen, welche Geschichte dein Nervensystem trägt. Welche Muster sich wiederholen. Welche Anteile sich schützend vor etwas stellen, das einmal zu viel war. Denn was wir Symptom nennen, war einmal eine Lösung. Was wir Schutzstrategie nennen, hat überlebt. Und was überlebt hat, verdient Würde, bevor es verändert wird.
Warum der Körper die Geschichte kennt, die der Kopf nicht erzählen kann
Trauma ist nicht in erster Linie das, was dir passiert ist. Trauma ist das, was in deinem Nervensystem hängen geblieben ist, weil eine Schutzreaktion – Kampf, Flucht, Erstarren oder Beschwichtigungsverhalten/Ohnmacht – nicht zu Ende geführt werden konnte. Die Energie, die dafür bereitgestellt wurde, verschwindet nicht einfach. Sie bleibt im System gespeichert, oft über Jahrzehnte, und meldet sich als Anspannung, als Übererregung, als Taubheit, lange nachdem das ursprüngliche Ereignis vorbei ist. Deshalb reicht es fast nie, nur über etwas zu sprechen, um es zu verändern. Der Körper muss die Erlaubnis bekommen, das zu Ende zu bringen, was er damals nicht durfte. Genau deshalb arbeite ich nie ausschließlich kognitiv. Titriert, in kleinen, aushaltbaren Dosen, damit dein System lernt, dass es heute sicher genug ist, um sich zu bewegen, statt weiter zu erstarren.

Meine Arbeitsweise:
Meine Arbeit ist traumasensibel – in jedem Schritt, in jeder Methode, in jeder Pause, die wir gemeinsam halten. Ich arbeite behutsam stabilisierend, imaginativ und bilateral stimulierend, körperorientiert und kreativ-expressiv. Dabei lerne ich dein Nervensystem kennen und schwinge mit deinen Bedürfnissen mit und versuche die Erregungszustände deines Nervensystems immer wieder in den Toleranz-Resilienz-Bereich zurück zu pendeln. Ich integriere innere Anteile-Arbeit nach dem Verständnis, dass wir keine monolithischen Wesen sind, sondern komplexe innere Systeme, in denen verschiedene Teile verschiedene Bedürfnisse tragen.
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Das Selbst braucht Auslauf. Es muss sich ausdrücken können, im Zorn, in Lebendigkeit und in der Kreativität. Es ist mit Intuition begabt und trägt einen heldenhaften Mut in sich. Meine Arbeit schafft den Raum, in dem dieses Selbst sich wieder zeigen darf.
Fragmentiertes darf wieder zusammenfinden. Abgespaltenes darf zurückkehren.

Ganzwerden statt Aufteilen
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In der Tiefenpsychologie nach Jung ist das, wonach wir uns dabei eigentlich sehnen, ein Begriff, für den es im Alltag kaum Worte gibt: Individuation. Der lebenslange Prozess, in dem ein Mensch zu dem wird, der er im Kern immer schon war – nicht durch Selbstoptimierung, sondern durch die Integration all dessen, was einmal abgespalten werden musste.
Das Selbst, in diesem Verständnis, ist nicht dasselbe wie das Ich. Das Ich ist, wer du glaubst sein zu müssen. Das Selbst ist, wer du bist, wenn alle Anteile – auch die unbequemen, auch die dunklen, auch die wilden – wieder miteinander im Gespräch sind, statt gegeneinander zu arbeiten.
Erste Aufstellungsdynamiken fließen dort ein, wo Worte nicht mehr reichen. Wo der Körper weiß, was der Verstand noch nicht benennen kann. Kreative und expressive Prozesse öffnen Türen zu dem, was sich dem rationalen Zugriff entzieht – Bilder, Bewegung, Symbol, Resonanz.
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Ich gebe dir kein Heilversprechen, das wäre unverantwortlich. Ich kann dir nicht versprechen, dass du nie wieder verletzt wirst oder dass das Leben keine Schicksalsschläge bereithält.
Und ich sage dir das nicht nur als Fachperson. Ich sage es dir, weil ich selbst weiß, wie es sich anfühlt, den eigenen Weg zurück zu sich zu gehen, ohne eine Garantie zu haben, dass es leichter wird, bevor es tiefer geht.
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Aber du wirst lernen, was du brauchst. Du wirst lernen, was deine Anteile brauchen.
Du wirst Werkzeuge haben, wie deinen eigenen würdevollen Hilfekoffer, innere Begegnungsräume für prägende Versionen deiner Selbst und Verständnis für Biografie-Elemente.
Du wirst lernen, dass es okay ist, sich verletzlich zu zeigen.
Du wirst lernen, was deinem System dabei hilft, sich innerlich stabil zu fühlen.
Das sind Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit und Selbstfürsorge, und das ist das Ziel meiner Arbeit.
Meine Arbeit findet auch in und mit der Natur statt. Denn die Natur lügt nicht. Wenn wir online arbeiten, gebe ich dir auch immer wieder Impulse mit!
Die Natur spiegelt. Sie hält. Sie öffnet Zugänge zu Schichten in uns, die im Alltag überhört werden – von Lärm, von Tempo, von der ständigen Anforderung zu funktionieren. Jung beschrieb die Natur als den großen Spiegel des Unbewussten – als Raum, in dem das, was innen ist, außen sichtbar werden darf. In meiner traumasensiblen Naturbegleitung mache ich genau das erfahrbar.
Ich verbinde psychologische Arbeit mit der Symbolik und Kraft des Lebendigen. Wir arbeiten im Freien: achtsam, verkörpernd, intuitiv. Durch meine Ausbildung als Natur- und Achtsamkeitstrainerin nutze ich die Natur als begleitenden Raum und Spiegel deiner inneren Welt.
Elemente des japanischen Waldbadens, Shinrin Yoku, fließen ebenso ein wie geführte Meditationen, kreative Symbolübungen und achtsame Körperwahrnehmung. Gefühle wie Leere, Überforderung oder Angst dürfen hier Ausdruck finden. Innere Anteile, die sich im geschlossenen Raum noch nicht zeigen wollen, öffnen sich manchmal, leise und behutsam, unter freiem Himmel.
"Geht noch ein paar Schritte weiter in diese Leere hinein. Nur ein kleines Stückchen tiefer im eigenen Untergrund wartet etwas Heilsames."
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Die Natur ist dieser Untergrund. Ich begleite dich als Vermittlerin zwischen innerer und äußerer Natur.
Den eigentlichen Weg gehst du selbst. In der Verbindung mit der Erde findest du Halt. Selbstwirksamkeit.
Mehr Informationen über die Naturbegleitung findest du hier.​




Weitere Tools für dich
Ergänzend zu meinen persönlichen Angeboten findest du hier eine Auswahl an kostenlosen Tools.
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​​​Meine Arbeit versteht sich als psychologische Beratung und tiefenpsychologische Begleitung – sie ergänzt, ersetzt jedoch keine Psychotherapie, keine psychiatrische Untersuchung und keine medizinische Behandlung. Sollte ich den Eindruck gewinnen, dass eine solche Unterstützung für dich sinnvoll wäre, spreche ich dich offen darauf an. Es gibt kein Heilversprechen.


